So schützen wir unser Trinkwasser in Rastatt

Bei Grundwasser- und Bodenproben wurden in Rastatt
PFC-Rückstände festgestellt. Was bedeutet das für uns?

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So schützen wir unser Trinkwasser in Rastatt

Bei Grundwasser- und Bodenproben wurden in Rastatt PFC-Rückstände festgestellt. Was bedeutet das für uns?

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Was ist PFC und wo kommt es vor?

PFC sind langlebige organische Schadstoffe, die nicht in der Natur abgebaut werden.

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Wer ist betroffen und was können wir tun?

Zwei Wasserwerke zur Trink- wasserversorgung in Rastatt wurden geschlossen.

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Weitere Fragen und Antworten

Wir veröffentlichen hier Ihre Fragen und unsere Antworten.

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In Rastatt arbeiten Experten an Lösungen für sauberes Trinkwasser

Die Vorgehensweise der star.Energiewerke

Trinkwasser gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Die Untersuchung auf PFC ist nicht vorgeschrieben, wird in Rastatt aber seit 2013 vorgenommen. Die Wasserwerke Rauental und Niederbühl wurden geschlossen, bevor die Leitwerte erreicht wurden.

Das Umweltbundesamt hat den Leitwert bei maximal 0,3 Mikrogramm pro Liter für die Summe aus PFOA und PFOS festgelegt. Am 26. August 2013 lag der Wert der PFC-Gesamtsumme im Rohwasser des Brunnens Rauental bei 0,287 Mikrogramm pro Liter und 0,003 Mikrogramm pro Liter für die Summe aus PFOA und PFOS. Die Anlage bleibt geschlossen, bis die Ursache klar ist und die Werte weiter gesunken sind.

Neben der Suche nach dem Verursacher/den Verursachern der Verunreinigung wird nach einer Lösung gesucht, damit das Trinkwasser aus Rauental wieder unbelastet ist. Dazu gehören eine Pilotanlage mit Aktivkohlefilter (Versuche sind im Herbst 2015 abgeschlossen) sowie ein Versuch mit Ionenaustauscher im Wasserwerk Niederbühl Bei diesem zweiten Versuch sind noch keine Ergebnisse vorhanden und TZW arbeitet weiter mit den Forschungsarbeiten.

Nach aktuellen Analysenwerten hinsichtlich der PFC-Belastung könnte das Wasserwerk Rauental ins Netz einspeisen (da der Bewertungsindex zurzeit unterhalb 1 liegt). In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wird das Wasserwerk nur in Spitzenzeiten zugeschaltet. Die star.Energiewerke kümmern sich um das Thema PFC. Und um sicheres Trinkwasser liefern zu können, planen sie den Umbau des Rauentaler Wasserwerkes. Das heißt, eine Filteranlage mit Aktivkohle für die Schadstoff-Entfernung wird in dem neuen Wasserwerk eingerichtet.

Das Trinkwasser in Rastatt ist nach wie vor hervorragend und wird es auch bleiben.

Olaf Kaspryk, Geschäftsführer star.Energiewerke Rastatt

Aktionsplan zum Thema PFC und Wasser in Rastatt

Chronologie der Ereignisse: Infoveranstaltungen, Untersuchungen und Beschlüsse

Info zum Nabu Preis

Wolfgang Huber vom Nabu überreichte den mittelbadischen Umweltpreis an die star.Energiewerke. Stellvertretend nahm  Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke, die Urkunde für den Kampf in Sachen PFC und für sauberes Trinkwasser entgegen. Ausgezeichnet wurden ebenfalls der Rastatter Bürgermeister Wolfgang Hartweg und die Vorstände der Bürgerinitiative, Andreas Adam und Ulrich Schumann. Der Nabu würdigt mit diesen Preis das Engagement im Kampf gegen PFC.

Die in Sachen PFC engagierten Mitarbeiter freuen sich über die Auszeichnung für ihr Engagement. (v.l.Herr Koch, Herr Meisch, Herr Oberle, Herr Kleinhans, Frau Rodriguez, Herr Kühn)

 

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PFC-Experten üben Schulterschluss in Rastatt

Star.Energiewerke engagieren sich weiter und formieren sich mit Betroffenen aus dem Bundesgebiet – Finanzierungsmodelle sollen Lasten auf mehreren Schultern verteilen

RASTATT. Die perfluorierten Chemikalien (PFC) im mittelbadischen Grundwasser sind kein Einzelfall: Auch in anderen Bundesländern gibt es derartige Funde. Beim zweiten Expertenforum kamen heute (16. März) über 50 Fachleute aus ganz Deutschland auf Einladung der star.Energiewerke zusammen und diskutierten Lösungsansätze und Strategien für die Zukunft.

Expertenforum in Rastatt zu PFC

Es ging um freiwillige Kontrollen, Kooperations- und Finanzierungsmöglichkeiten bei Schadensfällen und um die Frage, wie PFC durch Filtrationstechniken wirkungsvoll und wirtschaftlich aus dem Grundwasser entfernt werden kann. Denn ein Bodenabtrag kommt bei rund 500 Hektar mit PFC verunreinigten Flächen nicht in Betracht. Oberstes Gebot, das betonte Olaf Kaspryk als Gastgeber, sei der Schutz des Lebensmittels Nummer 1, dem Trinkwasser. Als Geschäftsführer der star.Energiewerke ist er für die Trinkwasserversorgung der 48.000-Einwohner-Stadt verantwortlich und setzt diese ganz im Sinne der Daseinsvorsorge in die Tat um. Denn seit bei einer Vollanalyse im Grundwasser zweier Rastatter Wasserwerke PFC entdeckt wurden, hat er ein ganzes Bündel an Maßnahmen ergriffen. Auf das dritte – und noch einzig in Betrieb befindliche – Hauptwasserwerk in Ottersdorf treibt die Fahne mit PFC-belastetem Grundwasser zu.

Politik ist gefragt
Beim nunmehr zweiten PFC-Expertenforum trugen Experten verschiedene Schadensfälle und den Stand von Forschungsvorhaben zusammen, die auf die Minimierung der PFC im Trinkwasser abzielen. Zentrale Frage dabei: Wer bezahlt die bislang durchgeführten Sicherungsmaßnahmen und die Forschung? Allein für das Einzugsgebiet der Stadt Rastatt kalkuliert Olaf Kaspryk derzeit mit rund acht Millionen Euro Aufwendung zur Ressourcensicherung hinsichtlich für PFC bis 2018 – für ein mittelständisches und kommunal verankertes Unternehmen kaum zu stemmen. Landesumweltminister Franz Untersteller empfahl kürzlich zur Finanzierung der Aufwendungen den Trinkwasserpreis in Rastatt anzuheben. „Aber es kann doch nicht sein, dass die Bürger hier aus der Region über Generationen hinweg für eine Sanierungsmaßnahme bezahlen, die ein Fehler im Überwachungssystem verursacht hat“, hält Olaf Kaspryk entgegen. Die Rolle der Verursacher ist bis heute nicht geklärt.
Im Rahmen des Experten-Forums trugen die Teilnehmer rund 100 ähnliche Fälle zusammen und demonstrierten damit die nationale Tragweite des Themas PFC. Moderator Wilfried Ludwigs vom Steinbeis Transferzentrum Mittelstand sah am Ende ein mehrstufiges Modell zum Umgang mit den Belastungen durch PFC:

  1. – Das Schaffen einer Schadensplattform, um die Fälle bundesweit und auch international zuverlässig zu erfassen.
  2. – Die Selbstverantwortung der Wasserversorger zu erweiterten Kontrollen hinsichtlich PFC.
  3. – Die Kooperation von Versorgern innerhalb der Regionen.
  4. – Förderung von Innovation
  5. – Eine dreiteilige Finanzierung, an der sich sowohl die Verbraucher als auch Land sowie Bund und EU über Forschungsförderung beteiligen.

Expertenforum in Rastatt zu PFC

Nächste Schritte

"Was ist uns der Schutz des wichtigsten Lebensmittels wert?", fragte Gastgeber Olaf Kaspryk am Ende der Veranstaltung. Hier sei man beim zweiten Expertenforum ein ganzes Stück weiter gekommen, bedankte er sich bei den Anwesenden. Nun gelte es, die Schritte selbst in die Tat umzusetzen und weiter um die Unterstützung der Politik zu werben. Diese bekommt er in Rastatt von Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, der sich am Morgen auch in einem Grußwort an die Fachleute gerichtet hatte. In dem bundesweiten Schulterschluss von Betroffenen sieht der Geschäftsführer der star.Energiewerke die große Chance, nun auch auf Landesebene Gehör und kompetente Ansprechpartner zu finden – die waren der Einladung zum Experten-Forum leider nicht gefolgt.

Hier die wichtigsten Expertenbeiträge aus der Agenda:

Dr. Gerd Schiffler, Abteilungsleiter Wasser beim Ingenieurbüro Wald & Corbe, stellte das PFC-Monitoring im Grundwasser mit Blick auf das Rastatter Hauptwasserwerk Ottersdorf vor. Auch dort drohe die Verunreinigung; die PFC-Fahne könne dort in wenigen Jahren eintreffen.

Lorena Rodriguez, Chemie-Ingenieurin bei und für das Thema PFC bei den star.Energiewerken zuständig, stellte gemeinsam mit Dr. Sebastian Hesse von Technologiezentrum Wasser (Karlsruhe) die Forschungsprojekte und Versuche vor, die im Wasserwerk Niederbühl gemacht worden sind. Das Wasserwerk Niederbühl ist aktuell wegen belasteter Brunnen nicht am Netz. Zwei Verfahren wurden dort untersucht mit Blick auf die Minimierung von PFC im Trinkwasser: Ionenaustausch und ein Aktivkohlefilter. Beide Verfahren zeigten gute Ergebnisse. Die Kosten je behandeltem Kubikmeter Wasser werden zum Beispiel bei Aktivkohle auf 23 Cent geschätzt; Ionentausch käme teurer. Für die Wasseraufbereitung im Wasserwerk Rauental haben sich die star.Energiewerke auch deshalb für das Aktivkohleverfahren zur Entfernung von PFC aus dem Grundwasser entscheiden. Lorena Rodriguez hat die Umsetzung der Forschungsergebnisse im Wasserwerk Rauental erläutert. Der Bau für die Halle, in der künftig die Aufbereitungsanlage installiert wird, startete bereits im vergangenen November. Das Investitionsvolumen dafür veranschlagen die star.Energiewerke mit rund 3,2 Millionen Euro.

Thomas Kroll von den Stadtwerken Arnsberg in Nordrhein-Westfalen berichtete von seinen Erfahrungen: Im Einzugsbereich des Flusses Möhne waren 2006 durch kriminelle Machenschaften PFC-belastete Abfälle auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht worden.

Dr. Thomas Held, Experte für die Abschätzung von Boden- und Grundwasserverunreinigungen bei ARCADIS ging auf die Besonderheit von PFC ein: Diese sind mikrobiell nicht abbaubar und sehr mobil. Aktuell gibt es weder ausreichende analytischen Methoden zu deren Verhalten im Quellenbereich noch zuverlässige mathematische Werkzeuge zur Prognose des Verhaltens. Der Experte beleuchtete eine ganze Bandbreite an Verfahren zum Separieren von PFC aus Wasser von elektrischen Verfahren über Membrane bis hin zur chemischen Oxidation und einem Verfahren, das mit Schall arbeitet. Thomas Held bezeichnete diese Ansätze als hoffnungsvoll, doch es seien noch erhebliche Entwicklungsanstrengungen bis zum großtechnischen Einsatz notwendig.

Dr. Jürgen Hölzer, Sozial- und Umweltmediziner an der Universität Bochum stellte Daten aus Tierversuchen und epidemologischen Studien mit Personen vor, die mit Perfluoroctansäure belastetes Trinkwasser konsumiert hatten. Unter anderem konnte er bei gut 300 Personen in Arnsberg an der Möhne deutlich höhere PFC-Werte im Blutplasma nachweisen wie in einer Vergleichsgruppe. Zudem verwies er auf internationale Studien, die Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Perfluoroctansäure in Nahrung und Trinkwasser mit niedrigen Geburtsgewichten bei Babys geben. Wissenschaftler sehen zudem Auswirkungen auf die hormonelle Entwicklung von Jugendlichen, die immunologische Entwicklung sowie den Schilddrüsenstoffwechsel. Der Experte berichtete, dass das Umweltbundesamt für die Bewertung von humantoxikologisch nur teil- oder nicht bewertbaren Stoffen die GOW (gesundheitliche Orientierungswerte) entwickelt haben, die sowohl fallspezifisch, als auch stoffspezifisch angewendet werden. PFC ist bereits in geringen Dosen im Körper nachweisbar und hat Auswirkungen. Aktuell werde die akute Toxizität zwar als gering eingestuft. Dennoch fordert Dr. Jürgen Hölzer dringend die Minimierung des Eintrags von perfluorierten Stoffen in Trinkwasser im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes.

Wie die Folgekosten der PFC-Thematik finanziert werden könnten, damit hatte sich Rechtsanwalt Dr. Dominik Greinacher beschäftigt. Die Ursachen seien komplex und nicht mehr zu beseitigen – einzig an den Folgen könne man arbeiten. Dazu stellte er Vergleiche zu anderen Altlasten- und Rückstandfällen weltweit an. Mangels klarer rechtlicher Regelungen läge in all diesen Fällen, wie auch bei der PFC-Thematik, die Herausforderung in der Bewältigung der Situation und die Regelung von Maßnahmen. Wichtig sei hier zum einen das Bündeln von Know-how und eine Finanzierungsbasis, bei der alle Beteiligten einen Teil der Aufwendungen tragen. Wege zu einer Lösung sind nach Meinung des Experten zum einen Verhandlungen, zum anderen der öffentlich Druck durch Betroffene und Medien – flankiert durch rechtliche und politische Schritte.

Dieter Eckert, Rechtsanwalt, Bürgermeister a.D. und ehemals Erster Landesbeamter schloss den Expertenreigen mit seinem Beitrag zu Finanzierungsmöglichkeiten bei der Schadensbeseitigung von PFC und der Innovationsforschung. Da im Falle Rastatt das Verursacherprinzip allein nicht weiterführe, sieht er die Gemeinschaft unter Hinzuziehung von Land, Bund und EU in der Pflicht. Dabei berief er sich auf den angelegten Vorsorgegrundsatz im Grundgesetz (Art.2, Abs.2).

 

Expertenforum in Rastatt zu PFC

Die star.Energiewerke versorgen insgesamt 29.000 Kunden zuverlässig und sicher mit Strom, 8.200 mit Gas und rund 9.100 mit bestem Trinkwasser. Zudem treibt das städtische Versorgungsunternehmen die Energiewende in der Region voran. Die star.Energiewerke produzieren in Rastatt Ökostrom in eigenen Wasserkraftwerken und Fotovoltaik-Anlagen, darunter ist auch ein Bürgersolarpark. Zudem erzeugen sie aus Biogas Naturstrom in Blockheizkraftwerken und betreiben effiziente Nahwärmenetze für rund 274 Wohnungen sowie 53 Gewerbeeinheiten und öffentliche Einrichtungen. Die Wärme dafür stammt aus gasbetriebenen Blockheizkraftwerken und einer Geothermie-Anlage. Über ihr Leitungsnetz sichern die star.Energiewerke die Energie- und Wasserversorgung der rund 47.300 Bürgerinnen und Bürger Rastatts. Die star.Energiewerke setzen sich für eine bleibend hohe Lebensqualität in Rastatt und Umgebung ein: Dazu zählt auch die Unterstützung von Sportvereinen sowie kulturellen und sozialen Projekten.

Ansprechpartner für die Presse

Olaf Kaspryk, Geschäftsführer

Telefon: 07222 773-200

E-Mail: o.kaspryk@star-energiewerke.de

 

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Wichtiger Austausch

Wir stehen im Kontakt mit Behörden und Experten

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Unser Trinkwasser

Unsere Aufgabe als regionaler Wasserversorger

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